Ihr Recht auf Hilfe
Ihr Recht auf Hilfe

Bestehen Zweifel an Kreditabrechnungen oder herrscht Unkenntnis, wie einer falschen Bankabrechnung entgegen zu treten ist?

Wir helfen, beispielsweise durch eine Vorprüfung oder ein gerichtsverwertbares Kreditgutachten. Bei Bedarf treten wir auch als Vermittler auf oder begleiten Sie durch die gesamte Auseinandersetzung mit dem Kreditinstitut.

Hier finden Sie Informationen zu den anfallenden Kosten und Risiken.

Information

Interessierte haben die Möglichkeit, sich anhand unserer Informationsplattform mit aktuellen Informationen zu versorgen und sich ein erstes Bild der Lage zu machen.

 

 

Vorprüfung

Das Hauptaugenmerk der Vorprüfung liegt auf der Klärung, ob eine Falschabrechnung vorliegt, in welcher Höhe sie sich in etwa bewegt und ob eine Gutachtenerstellung sinnvoll ist.

 

 

Gutachten

Eine exakte, finanzmathematische Prüfung, basierend auf der aktuellen Rechtsprechung und Gesetzgebung, stellt die Grundlage des Gutachtens dar.

 

Bei uns erfahren Sie, ob Ihre Bank korrekt abrechnet. Falls nicht, stellen unsere Kreditgutachter durch ein entsprechendes Kreditgutachten die notwendige Beweisgrundlage bereit, auf deren Basis Ihr Geld zurückgefordert wird.

Vorgehensweise:

 

In einer Vorprüfung wird ermittelt, ob Differenzen in den Abrechnungen der Bank bestehen und auf welchen Betrag sich diese Differenzen in etwa belaufen. Fördert die Vorprüfung größere Beträge zu Tage, ist die Erstellung eines Gutachtens der nächste logische Schritt.

Für das Gutachten wird die Berechnungsweise der Bank anhand aktueller Rechtsprechung und Gesetzgebung, einer exakten,  finanzmathematischen Prüfung unterzogen. Die daraus resultierenden Differenzen und die anfallende, für den entstandenen Ausfall zu fordernde Folgeverzinsung, werden in einem objektiven, gerichtsverwertbaren Gutachten dargestellt.

Aufgrund der damit verbundenen Beweisführung, wirkt sich das Gutachten bei Vergleichsverhandlungen oder einem Prozess grundsätzlich entscheidend auf das Ergebnis aus.

Die Kosten eines Gutachtens sind zudem erstattungsfähig, sollte die Beauftragung aus Sicht der Partei notwendig sein, um eine ausreichende Grundlage für die beabsichtigte Rechtsverfolgung zu schaffen.

Unsere Leistungen beinhalten ausschließlich gutachterliche Tätigkeiten und keine Rechtsberatung oder gerichtliche Vertretung. Kommt es zu keiner Einigung, benötigen Sie für einen eventuellen Prozess, eben genannte gerichtliche Vertretung. Sollte selbige in dieser Phase noch nicht vorhanden sein, helfen wir selbstverständlich und vermitteln einen kompetenten Fachanwalt.

Im Folgenden finden Sie Informationen, anhand derer Sie Ihre Kreditverträge im ersten Schritt selbst überprüfen können.

 

Unter dem Reiter Information erfahren Sie mehr über weitere gängige Fehler.

 

 
 
 

Fehlender Effektivzins

Hinter dem Effektivzins steckt der Gedanke, die gesamten jährlichen Kosten eines Kredites in einer Zahl zusammen zu fassen, um die anfallenden Kosten gegenüber anderen Krediten vergleichen zu können.

 

Da in der Regel nicht nur der Nominalzins als Gegenleistung für die Möglichkeit der Kapitalnutzung zu entrichten ist, sondern zusätzlich noch weitere Kosten anfallen, fließen im Effektivzins alle entsprechenden Faktoren, auf ein Jahr bezogen, ein. Er stellt somit die in einem Prozentsatz des Nettodarlehensbetrages ausgewiesene, anzugebende Belastung pro Jahr dar. Bei Verbraucherkreditverträgen ist aus Gründen der Transparenz die Angabe des effektiven Jahreszinses nach § 492 Abs. 2 BGB und nach Art. 247 § 3 Abs. 1 Nr. 3 EGBGB verpflichtend.

 

Ist der effektive Jahreszins nicht angegeben, wäre der Verbrauchervertrag nichtig. Dieser Umstand wird allerdings durch eine erfolgte Auszahlung des Kredites geheilt, jedoch zu neuen, vom Gesetzgeber festgesetzten Konditionen bezüglich der effektiven Zinshöhe. Dies gilt nach BGH, Urteil vom 23.10.2001 - XI ZR 63/01 auch rückwirkend für die gesamte Kreditlaufzeit, falls das Fehlen des effektiven Zinses erst später bemerkt wurde.

 

Bei Gewerbetreibenden wird seitens des Gesetzgebers die notwendige Kenntnis und das notwendige Fachwissen vorausgesetzt, um eine Nichtaufnahme des Effektivzinses in den Vertrag ohne Folgen zu lassen.

 

 

Effektivzins zu niedrig angegeben

Sollte der angegebene Effektivzinssatz die anfallenden Gebühren und Zinsen nicht decken, ist vom Kreditnehmer gemäß § 494 Abs. 3 BGB nur der vereinbarte effektive Zinssatz zu zahlen. Zinsen, Gebühren und Kosten die nicht enthalten sind, werden vom Kreditnehmer nach § 494 Abs. 4 BGB nicht geschuldet und müssen von der Bank zurückgewährt werden.

 

Es gibt allerdings auch Ausnahmen wie beispielsweise Kosten, welche durch vom Kreditgeber nicht geforderte Leistungen entstehen.

 

 

Fehlender Gesamtbetrag

Mit dem Gesamtbetrag werden sämtliche Kosten angegeben, welche mit Unterzeichnung des Kreditvertrages bis zur vollständigen Rückzahlung voraussichtlich anfallen werden. Er wird aus der Summe des Nettokreditbetrages zuzüglich sämtlicher zu zahlender Zinsen und Kosten berechnet und stellt den Gesamtpreis der Geldleihe dar. Genau wie der effektive Jahreszins soll er das Kreditangebot für den Verbraucher transparent und vergleichbar machen.

 

Die Rechtsfolgen des § 4 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 b VerbrKrG bezüglich eines fehlenden oder zu niedrig angegebenen Gesamtbetrages variieren aufgrund diverser Änderungen im Verbraucherkreditrecht. Das Abschlussdatum ist hier ausschlaggebend.

 

Bei Gewerbetreibenden wird seitens des Gesetzgebers die notwendige Kenntnis und das notwendige Fachwissen vorausgesetzt, um eine Nichtaufnahme des Gesamtbetrages in den Vertrag ohne Folgen zu lassen.

 

 

Unwirksame Zinsanpassungsklauseln

Die Zinsanpassungsklausel regelt den Zeitpunkt, die Art und Weise sowie den Referenzwert der Anpassung. Nach Rechtsprechung des LG Dortmund, Urteil vom 30.09.2000 - 8 O 559/99 müssen alle Informationen angegeben sein um die Anpassung nachvollziehen und kontrollieren zu können.

 

Ist im Vertrag nicht angegeben, unter welchen Voraussetzungen Kosten und Zinsen angepasst werden können, so entfällt die Möglichkeit, diese zum Nachteil des Darlehensnehmers anzupassen. Das Kreditinstitut ist daher verpflichtet, in diesen Fällen, die über dem anfänglich vereinbarten Vertragszins liegenden gezahlten Zinsen zurückzugewähren.

 

Bei Gewerbetreibenden ist strittig, ob aus Gründen der Vertragsauslegung seitens des Gesetzgebers die notwendige Kenntnis und das notwendige Fachwissen vorausgesetzt wird, um eine Unwirksamkeit der Zinsanpassungsklausel ohne Folgen zu lassen.

 
 

Ungültige Gebühren

Wird der Kredit zu privaten Zwecken verwendet, ist die im Preis- und Leistungsverzeichnis eines Kreditinstitutes verwendete Klausel, betreffend Abschluss- und Bearbeitungsgebühren laut OLG Karlsruhe, Urteil vom 08.02.2011 - U 138/10 unwirksam.

 

Das OLG Karlsruhe begründet dies wie folgt:

 

„Die Führung eines Kreditkontos sei im Rahmen einer geordneten Buchführung und Rechnungslegung einer Bank unverzichtbar. Für die in ihrem eigenen Interesse zu erbringende Leistung könne die Beklagte daher kein Entgelt vom Kunden verlangen.“

 

„Um Zahlungen eindeutig zuordnen zu können, wird die Bank für das Darlehen eine Kontonummer vergeben und damit ein Konto einrichten müssen.“

 

Zudem wurde erst kürzlich durch den BGH  mit Urteil vom 28.10.2014 - XI ZR 348/13 die Verjährungsfrist für unrechtmäßig erhobene Gebühren auf 10 Jahre verlängert.

 

Sie haben Fragen oder möchten einen Termin vereinbaren?

Nutzen Sie unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an...